Hallo zusammen,
ich habe diese Woche für meine Nichte drei Kuchen/Torten mit Wunschmotiv gebacken.
Nummer 1 war der Piratenkuchen für die Geburtstagsfeier im Kindergarten - darunter verstecken sich zwei Marmorkuchen. Der Kuchen für das Schiff war ein fertig gekaufter, weil diese Kuchen immer so schön kompakt und nicht so fluffig wie selbstgebackene sind. Ich dachte, das wäre als Schiffsrumpf besser geeignet. Die Form hatte ich zunächst gaaanz einfach ausgeschnitten, dann hat aber mein Mann (der alte Modellbauer
) beherzt Hand und Messer angelegt und dem Kuchen zu seiner endgültigen Form verholfen. Eingedeckt habe ich das Schiff dann selbst (das erste Mal, uff), das ging richtig gut (ok, das Bild zeigt leider die unschöne Seite, die andere war glatt eingedeckt), der Fondant (von Tortenkram) ließ sich wunderbar verarbeiten, gefärbt hatte ich ihn mit Kakaopulver.
Nummer 2 war die Kitty für das Geburtstagskränzchen mit der Familie. Drunter steckt ein Wiener Boden mit Orangen-Mascarpone-Creme (meine Lieblingsfüllung, hat auch überhaupt keine Kalorien...
). Da ich die Torte nicht mit Fondant oder Marzipan eindecken wollte, habe ich diese Halb-und-halb-Lösung gewählt. Es musste leider auch schnell gehen. Ich denke, ein Rahmen/Ring um den inneren Kreis hätte die Sache deutlich schöner gemacht, aber naja. Das Geburtstagskind war sehr zufrieden und hat - statt Kuchen - die komplette Kitty verspeist *ächz*. Dieses Kind LIEBT Zucker pur...
Nummer 3 war für die Feier mit den Freundinnen am nächsten Tag. Es ist ein Ameisenkuchen. Mangels Fondant musste eine Marzipandecke drauf. Die Zeit war arg knapp, ich hatte überhaupt kein Konzept, obwohl ich x Bilder zur Auswahl hatte und war total raschelig. Da hat mein Mann dann den Pinsel in die Hand genommen. Das erste Motiv (Balu & Mogli) funzte jedoch gar nicht, das Marzipan war weich und klebrig, die Details zu klein, die Proportionen stimmten nicht. Da bekam mein Mann dann zur Abwechslung die Krise, sodass ich mich wieder einkriegen musste... Zum Glück hatte ich noch eine 2. Decke da. Also schnell drauf damit, ein möglichst schlichtes Bild heruntergeladen und drauflosgepinselt. Damit es nicht so nackt aussieht, aus dem Rest Fondant Blätter ausgestochen, und dann im Galopp den Kuchen ausgeliefert und meine Schwägerin rasch noch gewarnt, dass der schwarze Haarschopf noch feucht war. Nach Hause gewankt und auf die Couch geschmissen. *uff*
Fazit: Ich hatte (größtenteils selbstproduzierten) Stress, aber auch viel Spaß und bin insgesamt auch einigermaßen zufrieden. ABER: Ich muss beim nächsten Mal definitiv früher anfangen (der Pirat hatte eine Trichterbrust, weil der Fondant nur an- aber nicht durchtrocknen konnte und ich ihn beim Anmalen dann etwas gequetscht habe); ein konkretes Konzept haben und genügend Fondant im Haus, dass es für alle Kuchen locker reicht; entsprechend ausreichend Fondant auch einfärben, auch für den Kleinkram, soweit möglich, denn dann kommt nicht noch die Trockenzeit für die Farbe obendrauf; sauberer arbeiten beim Eindecken und immer ein Extrapaar Nerven in Reichweite haben. 
LG
Tantchen