Liebe TortentalkerInnen,
vor zwei Jahren habe ich für meine Eltern eine Torte zur Goldhochzeit hergestellt. Das war Familie und irgendwie ist das anders.
Jetzt habe ich Neuland betreten und für Menschen, die nicht zur Familie gehören, eine Hochzeitstorte gebacken. Zwei sympathische
Turteltauben
aus der Nachbarschaft feierten mit 70 Gästen. Tausend Tode bin ich gestorben, bis das Teil seinen Bestimmungsort erreicht hatte, ich war kurz vor der Einweisung in die Psychiatrie und habe - ungelogen - drei Pfund abgenommen. Was für eine Herausforderung. Das Paar ist im Dorf bekannt wie ein bunter Hund und ich wäre der Depp des Jahrtausends gewesen, wenn die Torte missraten wäre. Auf dem Polterabend waren - wieder ungelogen - 600 Gäste, die ich im Geiste schon alle über die grauenvolle Torte tuscheln sah
. Ich hatte Alpträume und bin einfach nur erleichtert, dass alles prima verlaufen ist.
Jetzt freue ich mich auf die nächste Herausforderung und nur Tortenverrückte können nachvollziehen, wie man so jeck sein kann, oder? Ich muss noch viel üben, vor allem Spritzübungen mit Icing stehen auf dem Programm. Ich wollte die Bögen spritzen, das habe ich nicht hinbekommen. Stattdessen habe ich sie dann aus Fondant hergestellt. Dann muss ich noch versuchen, die Motive unsichtbar anzukleben, die Perlen auf der braunen Torte sehen viel zu offensichtlich angeklebt aus. Ansonsten bin ich recht zufrieden, obwohl ich ständig gemerkt habe, wie wenig versiert ich bin. Da werden demnächst die Dummies einiges auszuhalten haben, was Dekorationen angeht.
Ich bin so froh, euch gefunden zu haben, denn ohne euch hätte ich das alles nicht geschafft. Vielen Dank für eure Beiträge und Hilfe, ihr habt mir sehr geholfen.
So, guckt mal, das sind die Torten (im Keller improvisiert fotografiert, das Foto von der Hochzeit muss ich noch bearbeiten). Oben ist eine Schichttorte, in der Mitte die jetzt schon legendäre Oma Buchholtz und unten eine Punschtorte, die prima schmeckt, aber nie, nie, niemals meine Freundin werden wird - die macht mir nur Probleme: